Eine halbe Stunde im Zug, unterwegs Richtung Heimat, kam das SMS: Er bedankte sich, dass ich mir Zeit genommen hatte, für einen Drink mit ihm. Er habe es «überraschend sympathisch» gefunden, würde sich gerne revanchieren und beim nächsten Mal in meine Gegend kommen – falls ich überhaupt möchte. Ich konnte mich dem natürlich nur anschliessen (siehe 1. Post zu diesem Herren). So kam es, dass wir uns genau eine Woche später an einem Samstagnachmittag wieder trafen, diesmal in meiner Stadt. Bis zu diesem Tag hatten wir uns täglich per SMS ausgetauscht – ich war ganz erstaunt, welche langen SMS dieser Mann schreibt…Ich zeigte ihm zuerst die Altstadt, danach gingen wir spazieren und machten unterwegs an einem Aussichtspunkt einen Zvieristopp. Das Wetter war zum Glück einigermassen gut, zumindest trocken, zeitweise zeigte sich die Sonne. Er fragte unheimlich viel – über die Stadt, das Naherholungsgebiet, in dem wir spazierten, etc. – und schien sehr interessiert, was mich natürlich freute. Wir sprachen über unsere Familien, wieder über Reisen, Ferien, über unsere Jobs und vieles mehr. Im Restaurant gönnten wir uns ein Dessert – er hätte soo gerne Vermicelles gehabt 🙂 – und er bot mir charmanterweise seine Jacke an, als die Sonne kurz verschwand. Die Zeit verging auch diesmal wieder wie im Fluge. Wir verabschiedeten uns gegen Abend, er fuhr zurück nach Hause. Ich ging mit einem Riesensmile in meine Wohnung, legte mich aufs Sofa und liess den super Nachmittag Revue passieren.
Ich entschloss, dass ich ihm diesmal ein SMS schreiben würde, bedankte mich für seinen Besuch in meiner Heimat und den schönen Nachmittag und sagte ihm auch gleich, dass ich mich freuen würde, ihn wiederzusehen. Was hatte ich schon zu verlieren. Über 6 Stunden später – ich hatte mir natürlich schon alle möglichen Gründe für das späte Zurückschreiben überlegt – schrieb er dann endlich zurück. Er bedankte sich auch, meinte «Ja, machen wir doch wieder ab» und schlug das kommende lange Wochenende vor… to be continued…
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