Über ein Jahr später…

Seit der charmanten Anfrage über parship.ch (siehe auch Eine charmante Anfrage…) ist über ein Jahr vergangen, genauer gesagt 1 Jahr und 3 Monate. Immer wieder wollte ich hier ein Update schreiben, habs aber doch nie gemacht *schäm*. Anfangs wollte ich mal abwarten, mal schauen, wie’s läuft und dann bei allfälligem negativen Ausgang weitermachen mit Onlinedating. Das (und auch das darüber berichten) hat mir nämlich wirklich Spass gemacht. Und ich war skeptisch, vorsichtig, wie immer am Anfang einer neuen Beziehung. Als ich mich dann total verliebt habe und merkte, dass er es auch ernst meint, habe ich mir einfach vorgenommen, regelmässig weiter zu schreiben, über den Verlauf der Beziehung, die sich aus dieser Anfrage ergeben hat, und den Problemen, die sich zwischen Mann und Frau dabei manchmal so ergeben. Dann war mir das aber doch zu persönlich bzw. wollte ich das meinem neuen Partner, trotz der Anonymität, nicht zumuten. Und so hat sich das irgendwie immer mehr verzögert – sorry.

Um nicht lange um «um den Brei herum zu schreiben», wir sind noch zusammen. Ich bin sehr glücklich mit ihm – ich kann mich nicht erinnern, mich in einer Beziehung je so gut und wohl gefühlt zu haben. Es passt einfach, in so vielerlei Hinsicht. Deshalb haben wir auch nicht mehr lange gewartet und sind im März dieses Jahres zusammengezogen – und auch das klappt bestens. Das Onlinedating habe ich seither natürlich nicht wieder aufgenommen, weshalb ich über keine neuen Dates berichten kann. Ich habe damals ziemlich schnell alle meine Accounts gekündigt (dummerweise hatte ich die zum Teil aber für ein Jahr abgeschlossen und musste daher trotzdem noch bezahlen). Die Männer, mit denen ich über Nachrichten noch in Kontakt stand, die ich aber noch nicht getroffen hatte, habe ich nach ein paar Wochen mit einer Nachricht informiert, dass ich jemanden kennengelernt habe und ich deshalb den Kontakt abbrechen würde. Darauf habe ich sehr positive Rückmeldungen gekriegt. Die Herren begrüssten es, dass ich ihnen geschrieben und mich nicht einfach nicht mehr gemeldet habe und wünschten mir viel Glück.

Von daher war’s das von mir für den Moment zum Thema Onlinedating… (und ich hoffe, das bleibt auch so :D). Mir hat es wie bereits erwähnt wirklich Spass gemacht und ich würde jedem Single empfehlen, es zumindest mal auszuprobieren. Die Garantie, den- oder diejenige zu finden, hat man natürlich nicht, aber wo/wann hat man das schon? Ich bin der Meinung, dass Onlinedating in der heutigen Zeit eine gute Möglichkeit ist, Männer/Frauen auf unkompliziertem und relativ einfachem Weg kennenzulernen. Man sollte es einfach nicht zu verkrampft sehen und locker sowie ohne grosse Erwartungen angehen. So ist es auch eine gute «Trainingsmöglichkeit» für Leute, die sonst bei Kontakten mit dem anderen Geschlecht eher nervös und schüchtern sind, ganz nach dem Motto «Übung macht den Meister», auch beim Flirten.

Für Frauen hält sich der zeitliche Aufwand nach meiner Erfahrung in Grenzen: Man erhält ohne eigenes Zutun viele Anfragen, hat die Möglichkeit, diese zu «selektionieren», also gewissen Männern bei Nichtgefallen/Antipathie einfach mittels einem Knopfdruck abzusagen und kann dann nur mit denen in Kontakt treten, die einem «sympathisch» sind (Anfrage und Profil). Ich empfehle – wie übrigens die Onlinedatingportale auch – sich möglichst bald zu treffen und nicht noch wochenlang hin und her zu schreiben. Am Schluss zählt bekanntlich der reale Eindruck. Und man merkt jeweils schnell, ob man ein weiteres Treffen will oder nicht. Bei mir hat das ausserdem jeweils immer auf Gegenseitigkeit beruht. Ich hatte daher nie den unangenehmen Fall, dass mir einer dann noch ständig geschrieben hat (und wenn doch gäbe es dafür auf sämtlichen Kanälen, ob online oder mobile auch noch Blockierfunktionen).

Für Männer ist der Aufwand nach der Erfahrung meines Partners und eines weiteren Bekannten grösser. Sie erhalten selbst kaum Kontaktanfragen und «müssen» daher selbst welche schreiben. Um aus der Masse herauszustechen, empfiehlt es sich ausserdem, nicht irgendwelche Standardanfragen zu versenden, die wahrscheinlich im Papierkorb der jeweiligen Lady landen, sondern auf die Informationen in ihrem Profil einzugehen und einigermassen kreativ zu sein. Das erfordert natürlich Zeit. Wenn ich Männern einen Tipp für Kontaktanfragen geben müsste, wäre es denn auch der, darin auf das Profil der Frau einzugehen, sei es auch nur auf einen Punkt, logischerweise möglichst einer, zu dem Mann was zu sagen hat oder etwas, das man gemeinsam hat, wie Motto, Hobbies, Lieblingfilm oder was auch immer. Das muss auch absolut keinen Roman sein, ich denke nicht, dass das jemand erwartet, aber etwas Persönliches ist auf jeden Fall angebracht.

Ich würde jedenfalls wieder online daten. Logisch – da ich darüber zu meinem Partner gefunden habe, gekannt haben wir uns ja schon, aber nicht nur darum. Ich fand es wirklich eine gute (und teilweise auch lustige) Erfahrung, die nicht schaden kann. In diesem Sinne wünsche ich den Singles «da draussen» viel Spass und Erfolg damit! w34suchtnichtmehr oder w34hatgefunden 😀

Bei Fragen einfach kommentieren oder Mail an info@w33sucht.com.

Ma jolie – Rendez-vous mit einem Französischlehrer

Eingang der folgenden Partneranfrage:

Liebe Unbekannte,
ich würde Sie gern kennen lernen, denn ich finde Ihr Profil interessant.
Ich habe Ihnen meine Fragen mitgeschickt.
1) Kannst du dich für die französische Sprache begeistern lassen?
2) Hast du einen aufgeweckten Geist und bist wissbegierig?
3) Stehst du mit beiden Füssen auf dem Boden und bist ausgeglichen?

Da ich Sprachen schon immer sehr mochte (ja, auch französisch) und mich auch als sprachbegabt bezeichnen würde, antwortete ich auf diese doch nicht allzu kreative Anfrage. Dass er Gymnasiallehrer war, stand in seinem Profil, unschwer zu erkennen, für Französisch. Wir schrieben hin- und her, tauschten uns über unsere Jobs, die Sprachkenntnisse, Sport etc. aus. Was mir bald auffiel: Er machte schnell konkrete Anspielungen – nicht falsch verstehen, keine anzüglichen, nein – aber er schrieb einfach Dinge, die ich nicht schreiben würde, solange ich jemanden noch nie persönlich getroffen habe. Weiterlesen

Alles begann – bei friendscout24.ch

An einem Sonntag Anfang April – ich regte mich wieder einmal über einen «friend with benefits» oder Mingle-Freund oder «wie man den auch immer nennen soll» auf, beschloss ich, dass das nicht mehr so bleiben konnte und ich selbst aktiv werden musste. Gesagt getan informierte ich mich zuerst über den Singlebörsen-Vergleich über die verschiedenen Portale. Da ich nicht sicher war, was ich überhaupt suchte, ob ich überhaupt gleich schon wieder eine Beziehung wollte, registrierte ich mich kurzentschlossen kostenlos bei Friendscout24.ch. Schnell sah ich, dass erste Besucher auf meinem Profil waren und die ersten Nachrichten gingen ein. Was nervte, war, dass ich – da nicht Premium also bezahlendes Mitglied – nicht sehen konnte, wer mein Profil besucht hatte. Ausserdem konnte ich deshalb auch Chatanfragen nicht annehmen und nur begrenzt Nachrichten schicken. Als am gleichen Sonntagnachmittag mein Postfach bereits voll war und ich – ohne Nachrichten zu löschen – keine mehr senden konnte, entschied ich mich doch für eine Premiummitgliedschaft für CHF 29.90 pro Monat (Leistungen siehe Bild, Premium Plus ab CHF 49.90/Monat, Kosten je nach Abodauer) . Friendscout24 hat das Ziel schnell erreicht…

Mitgliedschaften_friendscout24